Presse
 Presse
 Basisinformationen
 Kontakt für Journalisten
 Meldungen 2008
 Meldungen 2007
 Meldungen 2006
 Meldungen 2005
 Meldungen 2004
 Meldungen 2003
Meldungen
Kontakt

American Express: Weltweit deutlich höhere Hotel- und Flugpreise in 2008


Wien, 24. Oktober 2007 – Nach einem Anstieg der Hotel- und Flugpreise im Jahr 2007 werden sich die Tarife auch im Jahr 2008 weltweit weiter verteuern, so das zentrale Ergebnis des Global Business Travel Forecast 2008 von American Express, dem weltweit führenden Anbieter von Geschäftsreisen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten bis zu 14 Prozent zu rechnen. Vor allem in Europa und Nordamerika ziehen die Preise für Kurz- und Langstrecke mit bis 5 bzw. 10 Prozent an.

„Wir erwarten, dass im weltweiten Durchschnitt die Kosten für eine Inlandsreise inklusive Flug, Mietwagen und Hotelübernachtung um sechs Prozent oder 63 US-Dollar zunehmen werden. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittsreisekosten auf rund 1.110 US-Dollar. Für eine internationale Reise rechnen wir mit einem Zuwachs um annähernd sieben Prozent oder rund 205 US-Dollar. Der Gesamtpreis steigt dadurch auf 3.171 US-Dollar“, so Marc Hildebrand, Vice President und General Manager American Express für Mitteleuropa.

Nachfrage-Boom bei Flügen

2008 werden die Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class weltweit zwischen einem und vier Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten zwischen fünf und acht Prozent erwartet. In Nordamerika und Europa fallen die Preissteigerungen am stärksten aus. Zu den wichtigsten preistreibenden Faktoren zählen das verbesserte Leistungsangebot der Fluggesellschaften, die hohen Treibstoffpreise sowie die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Demgegenüber stehen preissenkende Faktoren wie effizientere Flugzeuge mit höheren Kapazitäten und optimierte Arbeitsprozesse der Fluggesellschaften, das Wachstum der Billigflieger, der stärkere Wettbewerb und die größere Freiheit durch das „USA-EU Open Skies“-Abkommen.

Tabelle 1: Entwicklung von Flugtarifen für 2008 (weltweit)

Region Veröffentlichte Flugpreise
  Inland / Kurzstrecke
(Economy Class)
International / Langstrecke
(Business Class)
Europa 2-5 % 6-10 %
Nordamerika 1-5 % 5-10 %
Asien-Pazifik 1-3 % 3-6 %
LA&C 1-2 % 4-7 %
Weltweit 1-4 % 5-8 %


Im europäischen Raum wird dennoch von einer spürbaren Erhöhung der Flugtarife 2008 ausgegangen. Die starke Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach Reisen in die Regionen Osteuropa, Fernost, Südasien sowie nach transatlantischen Reiserouten tragen wesentlich zu den Preiserhöhungen bei. Größere Erweiterungen der Kapazitäten auf den bedeutenden Reiserouten werden nicht erwartet – von daher wird das Angebot an Flügen weiterhin begrenzt bleiben. Die Einführung des neuen Airbus A380 wird sich kurzfristig nicht bemerkbar machen. Gebremst wird der Preisanstieg jedoch durch die weiterhin wachsende Bedeutung von Billigflug- Anbietern, die ihre Marktanteile im Segment der Kurzstreckenflüge ausbauen. Dies gilt insbesondere für die klassischen Billigflieger-Standorte Großbritannien und Deutschland. In Großbritannien werden aufgrund dieser Entwicklung sogar sinkende Tarife um bis zu zehn Prozent für Kurzstrecken erwartet. In Deutschland dürfte sich der Preisanstieg für Kurzstrecken bei bis zu vier Prozent bewegen. In Frankreich bleiben die Preise für Inlandsflüge aufgrund mangelnder Konkurrenz der nationalen Fluggesellschaft und durch die Zunahme an Hochgeschwindigkeitszügen nahezu unverändert.

Tabelle 2: Entwicklung von Flugtarifen für 2008 (Europa)
Region Veröffentlichte Flugpreise


Region Veröffentlichte Flugpreise
  Inland / Kurzstrecke
(Economy Class)
International / Langstrecke
(Business Class)
Deutschland 3-4 % 6-8 %
Frankreich 0-2 % 10-12%
Schweden 1-3 % 6-8 %
Großbritannien -5% - -10 % 1-2 %
Europ. Raum 2-5 % 6-10 %


Stark wachsende Hotelpreise

Nach den Ergebnissen des Global Business Travel Forecast wird der internationale Hotelmarkt auch 2008 ein Verkäufermarkt bleiben. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Hotelübernachtungen und das nur gering wachsende Angebot an verfügbaren Zimmern werden – mit Ausnahme von Nordamerika – die Hoteltarife weltweit um zweistellige Zuwachsraten steigen lassen. So sind in den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika & Karibik Preissteigerungen zwischen 18 und 22 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten.
Insbesondere Hotels der gehobenen Kategorie konnten in der Vergangenheit hohes Wachstum verbuchen – es ist deshalb davon auszugehen, dass gerade die Hotelketten der unteren Kategorien ihre Häuser künftig ausbauen und renovieren werden. Die Reisenden profitieren von den neuen Annehmlichkeiten, werden hierfür jedoch auch höhere Preise zahlen müssen.

Tabelle 3: Entwicklung von Hoteltarifen für 2008 (weltweit)

Region Veröffentlichte Hotelpreise
  Mittlere Kategorie Premium-Kategorie
Europa 12-14 % 12-14 %
Nordamerika 4-7 % 5-8 %
Asien-Pazifik 18-22 % 18-22 %
LA&C 18-14 % 18-22 %
Welweit 11-14 % 11-14 %


In Europa sind infolge der steigenden Nachfrage nach Geschäftsreisen und der hohen Belegungsrate der Hotels ebenfalls hohe Preissteigerungen zwischen 12 und 14 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten. In Deutschland wird mit Preiserhöhungen zwischen sieben und neun Prozent in der mittleren Kategorie gerechnet; in der Premium-Kategorie zwischen zehn bis zwölf Prozent. Damit werden die Preise aber weniger stark steigen als 2007, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Die Hoteltarife in den größten deutschen Städten werden um bis zu vier Prozent teurer. Berlin bildet die Ausnahme – hier können die Tarife wegen Überkapazitäten um bis zu zehn Prozent zurückgehen. Die Fussball-Europameisterschaft wird temporär Einfluss auf die Preisentwicklung in Österreich bzw. in der Schweiz nehmen.

Tabelle 4: Entwicklung von Hoteltarifen für 2008 (Europa)

Region Veröffentlichte Hotelpreise
  Mittlere Kategorie Premium-Kategorie
Deutschland 7-9 % 10-12 %
Frankreich 9-11 % 9-11 %
Schweden 15-17 % 15-17 %
Großbritannien 19-22 % 21-24 %
Europa 12-14 % 12-14 %


Mietwagen-Markt durch Konkurrenzkampf geprägt

Trotz höherer Fahrzeugkosten, zusätzlichen lokalen Verbrauchssteuern und Abgaben wird für 2008 nur mit moderat steigenden Mietwagentarifen gerechnet. In Europa steigen die Mietwagenpreise zwischen einem und drei Prozent. Der Grund hierfür ist der weiterhin sehr intensiv geführte Wettbewerb auf dem Mietwagen-Markt.

Tabelle 5: Entwicklung der Mietwagentarife in Europa für 2008

Region Mietwagenpreise
Frankreich 1-3 %
Deutschland 1-3 %
Schweden 1-3 %
Großbritannien 1-3 %
Europa 1-3 %


Ausblick auf weitere Länder und Regionen:


Tabelle 6: Entwicklung von Flug- und Hoteltarifen in Nordamerika für 2008

Region Veröffentlichte Flugpreise Veröffentlichte Hotelpreise
  Inland / Kurzstrecke
(Economy Class)
International /
Langstrecke
(Business Class)
Mittlere
Kategorie
Premium-
Kategorie
USA 1-5 % 5-10% 4-6 % 5-7 %
Kanada 2-5 % 7-10 % 5-7 % 6-8 %
Nordamerika 1-5 % 5-10 % 4-7 % 5-8 %


Insbesondere in den großen US-Städten wird mit Hoteltarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent gerechnet. Preistreibend wirkt hier insbesondere die hohe Nachfrage gegenüber den begrenzten Kapazitäten. Darüber hinaus haben die Hotels ihre Methoden zum Ertragsmanagement verbessert, um ihren Profit zu maximieren.

Tabelle 7: Entwicklung von Flug- und Hoteltarifen in Lateinamerika und der Karibik für 2008


Region Veröffentlichte Flugpreise Veröffentlichte Hotelpreise
  Inland / Kurzstrecke
(Economy Class)
International /
Langstrecke
(Business Class)
Mittlere
Kategorie
Premium-
Kategorie
Argentinien 4-7 % 6-8 % 10-15 % 5-10 %
Brasilien 3-5 % 6-9 % 6-8 % 5-7 %
Mexiko (-6)-(-9) % 3-5 % 2-3 % 3-5 %
LAC 1-2 % 4-7 % 9-12 % 7-10 %


Die Tariferhöhungen sind auch hier auf die hohe Nachfrage und die hohen Treibstoffpreise
zurückzuführen. Preissenkend wirken sich hingegen die wachsenden Kapazitäten bei Flügen, die Expansion der Billig-Airlines und die für Ende 2008 geplanten neuen Hotelanlagen der mittleren Kategorie aus.

Tabelle 8: Entwicklung von Flug- und Hotelpreisen in Asien und der Pazifikregion für 2008


Region Veröffentlichte Flugpreise Veröffentlichte Hotelpreise
  Inland / Kurzstrecke
(Economy Class)
International /
Langstrecke
(Business Class)
Mittlere
Kategorie
Premium-
Kategorie
Australien 1-3 % 5-7 % 9-14 % 9-14 %
China 2-4 % 4-6% 11-16 % 9-14 %
Hongkong 2-3 % 5-7 % 12-16 % 13-17 %
Indien -1-1 % 0-2 % 34-38 % 38-41 %
Japan 3-5 % 4-6 % 7-10 % 6-9 %
Singapur -1-1 % 2-4 % 27-29 % 27-29 %
Asien-Pazifik 1-3 % 3-6 % 18-22 % 18-22 %


Zu erwarten ist, dass die Olympischen Spiele in China die Preise und das Wirtschaftswachstum in der Region ankurbeln werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung selbst zunehmend mobiler wird. Im Luftfahrtbereich werden vor allem die hohen Treibstoffkosten, die verbesserte Ausstattung der Flugzeuge, die rapide zunehmende Nachfrage sowie die Konsolidierung der Fluggesellschaften für Preissteigerungen sorgen. Abhilfe bei den Kapazitätsproblemen soll insbesondere der Airbus A380 schaffen. Dem entgegen steht die Expansion der Billigflieger. Die hohen Grundstück- und Baukosten gepaart mit dem Wettkampf zwischen Freizeit- und Geschäftsreisenden sorgen für steigende Preise im Hotelsektor.

Weitere Trends für das Jahr 2008

Änderungen bei Prozessen und Unternehmensrichtlinien

„Um steigende Kosten besser in den Griff zu bekommen, sollten Unternehmen ihre
Geschäftsabläufe im Reisemanagement überdenken, und bei der Implementierung von neuen Prozessen insbesondere das Top-Management stärker involvieren“, sagt Marc Hildebrand. Details einer neuen Geschäftsreise-Politik müssten in Zukunft noch besser kommuniziert werden.

Mögliche Maßnahmen zur Kontrolle von Kosten und Compliance

§ Weniger Nutzung von erstattungsfähigen Flugtarifen
§ Verstärkte Nutzung von Frühbucherrabatten
§ Konkretere Bestimmung, wann First- bzw. Business-Class Raten genutzt werden können
§ Stärkerer Fokus auf Online-Buchungen
§ Verstärkte Zusammenarbeit mit bevorzugten Dienstleistern, insbesondere im Hotelbereich

Von Öko-Initiativen zur „nachhaltigen Geschäftsreise“

Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich stärker für Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor Geschäftsreisen engagieren. Dazu zählt nicht nur umweltbewussteres Reisen, sondern auch die Sicherheit der Reisenden.
Vor allen Dingen werden Unternehmen zunehmend berücksichtigen müssen, welche Schadstoffemissionen bei einer Geschäftsreise anfallen. Zwar wird diese Gegenrechnung von Reisen und Klimaschutzbeiträgen kurzfristig ein bestimmender Faktor bleiben, doch ist davon auszugehen, dass dies zukünftig stärker mit langfristigen Unternehmensstrategien kombiniert wird.

Methodik

Die Prognosen des Global Business Travel Forecast beruhen auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschaftsentwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner und externer Daten. Darüber hinaus wurde die Firma Smith Travel Research für Untersuchungen der Hotelbranche und spezielle Märkte und Trends beauftragt.
Die Voraussagen dieses Reports basieren auf einer Vielzahl interner und externer Informationen – es kann keine Garantie für den Eintritt der Prognosen gegeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann darüber hinaus auf Grund von unerwarteten politischen, wirtschaftlichen und / oder Umweltereignissen von den prognostizierten Zahlen abweichen.

Kontakt:
American Express Bank Ltd.
Peter A. Tolinger
Geschäftsführer
Tel: +43 1 / 515 11 - 601
Fax: +43 1 / 515 11 - 666
E-Mail: peter.a.tolinger@aexp.com

 
Über American Express | Presse | AGB | Geldautomaten
Copyright © 2007  American Express Company.  Impressum.  Alle Rechte vorbehalten. Es gelten die Bedingungen der American Express Web Site Regeln und Bestimmungen. SieheWeb Site Regeln und Bestimmungen, Eingetragene Warenzeichen und Datenschutz von American Express.